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18 Fragen an (Folge 4) ... Matthias Gallien

29.04.2011 von Mia Bischoff (Kommentare: 0)

Self von Matthias Gallien

Heute möchte ich euch Matthias Gallien vorstellen, er bildet oft seine Stadt – Berlin fotografisch ab. Aber auch Streetart, Detailaufnahmen und Landschaftsaufnahmen schleichen sich in seinem Portfolio ein.

Viel Spaß beim Lesen, ein Danke an Matthias und wir freuen uns über euer Feedback.

Folge 4: Matthias Gallien, Fotograf aus Berlin

1. Hallo Matthias, wie bist du zur Fotografie gekommen?

Hallo Mia,
zunächst ein herzliches „Dankeschön“ für dieses Interview. Zur Fotografie bin ich relativ spät gekommen. Auslöser war eine Reise nach China im Jahr 2003. Der Wunsch, die mich zu erwartenden Eindrücke festzuhalten, führte zum Kauf einer kleinen Digicam. (Canon IXUS V2) Meine erste eigene Kamera überhaupt.

2. Welche Bilder hast du zur Zeit "im Kopf"?

Im Moment arbeite ich an einem neuen „Self“. Die Idee steht, nur die Umsetzung ist mir bisher noch nicht gelungen.

Self von Matthias Gallien

3. Hast du Fotografen als Vorbilder?

Ist es eine Schande, wenn ich sage, dass ich keine Vorbilder habe? Aber das entspricht anscheinend meinem Typ. Ich hatte noch nie Vorbilder, war nie Fan, laufe keiner Stilrichtung nach. Die Bilder, die ich mache, müssen mir gefallen. Wenn andere Menschen an ihnen Gefallen finden, freut es mich.

4. Welche Fotoausstellung hast du zuletzt besucht?

Die letzte Ausstellung habe ich mit Dir zusammen besucht. Das war Peter Lindbergh und Fred Herzog im C/O Berlin. Ich war einerseits beeindruckt, andererseits verblüfft, dass diese Künstler auch nur mit „Wasser kochen“.

5. Hast du schon selbst ausgestellt?

Nun ja, Ausstellung ist zu hoch gegriffen. Ich hatte zweimal die Möglichkeit in der Praxis meines Hausarztes meine Bilder zu zeigen. Für mich als „Neuling“ war es spannend und die positive Resonanz hat mich erfreut.

6. Was empfandest du als dein bisher schönstes Kompliment?

Mein schönstes Kompliment?
„Viele Städte haben ihre Troubadoure und ihre Chronisten. Wenn ich Deine Bilder betrachte, hat Berlin einen Troubadour-Chronisten der mit Charme, Zärtlichkeit und manchmal einem kleinen Schmunzeln, seinen Finger auf manche Wunde dieser schönen Stadt legt …!“
Zitat: Tassos Kitsakis

7. Wie lautet deine Definition vom "perfekten Bild"?

Gibt es überhaupt das „perfekte Bild“? Ein Bild finde ich dann gelungen, wenn es mehr ist, als nur eine Momentaufnahme. Wenn es eine Geschichte zu erzählen hat, wenn man sich fragt, was ist hier gerade passiert, was wird als nächstes geschehen?

8. Wie würdest du deine eigenen Arbeiten beschreiben?

Ich bin nicht festgelegt, was die Wahl meiner Motive anbelangt. Sicher liebe ich „Urban Art“, sicher kann man viele meiner Bilder als melancholisch empfinden. Ich mag Landschafts- aber auch Stadtansichten, Streets, genauso wie Detailaufnahmen. Du siehst, eine Beschreibung fällt mir nicht leicht. Der Grossteil meiner Arbeiten entsteht aus meinen Stimmungen.

9. Analog oder Digital? Wie ist deine Meinung dazu?

Ganz klar Digital! Diese Ansicht wird sicherlich bei Vielen auf Unverständnis stoßen, da „echte“ Fotografen natürlich aus der analogen Ecke kommen. Aber wie ich Eingangs erwähnte, bin ich erst sehr spät zur Fotografie gekommen, daher ist die analoge Zeit an mir vorbei gegangen.

10. Was würdest du als deine größte Fotopanne bezeichnen?

Hatte ich noch nicht. Dafür viele ärgerliche Momente, wenn eine unwiederbringliche Situation von mir nicht festgehalten werden konnte.

11. Traumberuf "Fotograf"?

Nein, für mich nicht. Ich fürchte, mir würde der Spaß abhanden kommen, wenn ich meine „Brötchen“ mit der Fotografie verdienen müsste.

12. Was hältst du von Bildbearbeitung?

Es kommt darauf an. Was ich so gut wie nie mache, sind Retuschierungen. Dagegen verwende ich gerne Filter, die die Aussage des Bildes unterstreichen.

13. Welche Motive findet man bei dir selten?

Selten sind bei mir Portraits, obwohl mich das Thema durchaus reizt. Ansonsten bin ich, wie gesagt, nicht festgelegt.

14. Kann Fotografie die Wirklichkeit widerspiegeln?

Nein, denn die Wirklichkeit spricht wesentlich mehr Sinne an, als ein Foto es je könnte. Aber es kann einen Eindruck vermitteln und es kann Emotionen auslösen.

15. Gibt es für dich ein Lieblingsmotiv in Berlin?

Die Oberbaumbrücke gehört auf jeden Fall dazu, aber auch die „Gärten der Welt“ in Marzahn haben immer wieder spannende Motive zu bieten.

16. Hast du einen Fototipp für Berlinbesucher?

Die Gegend rund um die Oranienburger Straße in Mitte und der Kiez zwischen Revaler Straße und Frankfurter Allee in Friedrichshain wäre meine Empfehlung.

17. Wo stellst du deine Aufnahmen online aus?

www.fotocommunity.de/matthias gallien

18. Hier ist Platz für deine 4 Lieblingsmotive, die in Berlin entstanden sind

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