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Buchtipps

"Neugierig auf Welt" von Robert Lebeck

16.03.2011 von Mia Bischoff (Kommentare: 0)

Robert Lebeck "Neugierig auf Welt"

Zum Anlass der noch laufenden Fotoausstellung "Neugierig auf Welt" bei Lumas Berlin und meiner Faszination über den Mann, der so leise und verschmitzt wirkt und dabei den Größen aus Weltpolitik und Kultur so nahe kommen konnte, empfehle ich im März den Titel:

"Neugierig auf Welt" von Robert Lebeck - Erinnerungen eines Fotoreporters - Ein Selbstporträt mit Harald Willenbrock.

5 Jahrzehnte lang arbeitete Lebeck als Fotojournalist, bereiste die Welt, davon 3 Jahrzehnte für den "Stern". "Neugierig auf Welt" ist das Selbstporträt eines der größten Fotojournalisten Deutschlands.

Der "Jäger und Sammler"

Robert Lebeck erzählt die spannende Geschichte seines Lebens hinter der Kamera. Die Jagd nach Bildern führte ihn an zahlreiche Orte in der ganzen Welt und bei seiner Suche nach dem besonderen Moment und der richtigen Perspektive kam er zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft nahe und wurde so  einer der wichtigsten Fotochronisten unserer Zeit.

"Bravo, Elvis und Callas"

Die Biographie "Neugierig auf Welt" ist nicht nur für jene Leser interessant, die seine Bilder – z.B. aus dem Fotoband „Unverschämtes Glück“ - kennen. Auch für jene, die mit Robert Lebecks Bildern weniger vertraut sind, ist das Buch zu empfehlen, da Lebeck nicht nur sein Leben sondern auch geschichtliche Vorgänge, Geschichten über seine Motive in seiner besonders charmanten Art und Weise beschreibt.

Unverschämtes "Glück"

Die zahlreichen Abbildungen, die sowohl Lebeck als auch seine Motive darstellen, tragen viel zum Reiz dieses Buches bei. Lebeck beschreibt genau, mit welchen Tricks er sich Zutritt zu ansonsten für Fotografen unerreichbare Bereiche verschafft hat und in den 40 Kapiteln findet man die Leidenschaft und Hingabe, mit der Robert Lebeck sich immer wieder auf der Suche nach aussagekräftigen Motiven machte.

"Motive"

Kennzeichnend für Lebeck war nicht das Fotografieren irgendwelcher Szenen, sondern das Festhalten besonderer Momente, unabhängig davon, ob es sich um offizielle Begebenheiten oder um Alltägliches handelte.

Vielleicht wirkt Lebeck etwas selbstverliebt, wobei dies seiner sympathischen Art aber keinen Abbruch tut - im Gegenteil, dieses ausgeprägte Selbstbewusstsein hat ihm geholfen, zu dem zu werden, was er ist: einer der größten Fotojournalisten Deutschlands.

Fazit:

Das einzige Manko, was das Buch manchmal schwer lesbar macht, ist die etwas verspielte Schrift - da hat der Steidl Verlag kein gutes Händchen bewiesen - aber es geht ja um den Inhalt und der ist absolut empfehlenswert!

Im Steidl Verlag ist 2005 die Paperback Ausgabe "Neugierig auf Welt" - mit über 200 Abbildungen und 352 Seiten - für 20,00 Euro erschienen.

Bei Amazon Neugierig auf Welt: Erinnerungen eines Fotoreporters bestellen.

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