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Andre Kertesz - Fotografien

09.07.2011 von Mia Bischoff (Kommentare: 0)

Concorde - Platz, Paris, 1928 Silbergelatine-Abzug Gedruckt in den 1970-ziger Jahren Sammlung Robert Gurbo
Concorde - Platz, Paris, 1928 Silbergelatine-Abzug Gedruckt in den 1970-ziger Jahren Sammlung Robert Gurbo

Der Martin-Gropius-Bau in Berlin-Mitte zeigt noch bis zum 11. September 2011 eine große Retrospektive des ungarischen Fotografen André Kertész.

Es sind mehr als 300 Aufnahmen zu sehen - meist Originale aus der Zeit (Vintage Prints), Kontaktabzüge oder vom Künstler beglaubigte Reproduktionen.

Er inspirierte Henri Cartier-Bresson, Brassaï und gilt als Mitbegründer der Fotoreportage, aber im Gegensatz zu seinen Kollegen kam der Erfolg und die öffentliche Anerkennung erst in den späteren Jahren.

André Kertész

André Kertész, 1894 als Sohn jüdischer Eltern in Budapest geboren, ging mit 25 Jahren nach Paris und wanderte 1936 nach New York aus, wo er 1985 starb.

Seine drei Lebensabschnitte: Ungarn, Paris und New York geben der Ausstellung auch ihre Struktur und ermöglichen es uns, seine Entwicklung zu begreifen.

Andre Kertesz - SelbstportraitDer Poet

Kertész nutzte die Fotografie um seine Gefühle auszudrücken, was ihn berührte, was er mochte oder auch nicht, wie ein visuelles Tagebuch. Nicht selten findet man in seinen Aufnahmen Momente der Einsamkeit, der Melancholie und persönliche Empfindungen.

Selbstportrait, Paris, 1927
Silbergelatine-Abzug
Gedruckt in den 1970-ziger Jahren
Courtesy Estate of André Kertész, New York

 

André Kertész suchte das Spiel von Licht und Schatten, Strukturen, Kontraste und Formen. Er fotografierte Schornsteine, welke Blumen, Brillen, Pfeifen und immer wieder Schattenspiele.

Fazit: So schön wie Kertész's Bilder auch sind, für den schnellen Konsum sind sie nicht geeignet. Nehmt euch die Zeit dafür, es lohnt sich den Fotografen - André Kertész - näher kennen zu lernen.

Am Anfang der Ausstellung muss man sich ein wenig durchkämpfen bei den winzigen Vitage Prints und die Verzerrungen waren nicht ganz so mein Fall, aber dann wurde ich belohnt.

Manko: Die Räume des Martin-Gropius-Bau sind hell und großzügig geschnitten, leider fallen mir die Mitarbeiter durch ihre unfreundliche Art immer wieder negativ auf - und das schon seit Jahren. Da überlege ich mir manchmal schon, ob ich das Eintrittsgeld in die richtigen Ausstellungsräume trage.

Wer es nicht zur Ausstellung schafft kann sich bei Amazon "André Kertész" die umfassende Monografie bestellen. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Ausstellung und bin wie immer auf eure Meinung gespannt.

Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Mittwoch bis Montag 10:00–20:00
Dienstag geschlossen
Eintritt: 9 Euro/ermäßigt 6 Euro
Eintritt frei bis 16 Jahre

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